Kreisheim liegt an der Mündung des Alfazonas in der Bucht von Viscaya unweit der Grenze zum Kaskarischen Reich. Nördlich des Flußdeltas erheben sich malerische, bewaldete Hügel, südlich davon beginnen die Urwälder von Kaskaria. Mit 45 000 Einwohnern ist Kreisheim die drittgrößte Stadt in Khemara. Die Stadt lebt vom Handel mit Kaskaria und nach Übersee, von Fischerei und Export von Technologie. Das Wappen Kreisheims ist das weiße Flügelroß, das sich aus silbernem Kreis erhebt, auf blauem Grund. Berühmt ist Kreisheim für seine Universität, welche die zweitgrößte im Lande ist und in welcher sich der Einfluß der hochentwickelten Elfen des Nachbarreiches deutlich niederschlägt.
Die Crysaora-Megalogos-Universität zu Kreisheim
Aufgrund des Reichtums der Stadt mangelt es der Universität von Kreisheim nicht an Mitteln, die besten Wissenschaftler ins Land zu holen und nahezu jedes Buch in ihre Bibliotheken zu stellen, welches zu haben ist. Studieren darf jeder ungeachtet seiner Herkunft, Rasse oder Hautfarbe, vorausgesetzt, er schafft die Aufnahmeprüfung und erfüllt die beiden G-Kriterien: Geld und Gehirn.
Auch wenn man den Blutelfen des Kaskarischen Reiches
nachsagt, daß sie gerne unter sich bleiben, so hat doch ihr Einfluß
unübersehbare Spuren in den Forschungsbereichen hinterlassen. Man pflegt
hier seit langer Zeit - in aller Diskretion selbstverständlich - einen
bescheidenen, aber nachhaltigen wissenschaftlichen Austausch, der beiden Seiten
nutzt. Was dazu führt, daß hier die Theorien noch hochfliegender,
die Ideen bahnbrechender, die Experimente gewagter und die Fachgebiete noch
exotischer sind als anderswo.
Man
denke nur an die Entdeckung des Elementes Tanebrin als Katalysator für magische Prozesse durch die legendäre
Alchimistin Crysaora Megalogos oder die Erfindung des Wahnsinnigen Wahrscheinlichkeitsantriebs durch den gnomischen
Ingenieur Alfred Zweistein! Weitere Koryphäen unter den Kreisheimer Professoren,
die sich hinter den erstgenannten nicht zu verstecken brauchen, sind zum Beispiel
der nimmermüde Expeditionsreisende Mephis Ti-Phelis, Autor des Standartwerks „Handbuch für Völkerkunde“, der elfische
Mathematiker Trillian Tveisson, Entwickler der probabilistischen Chaostheorie, und die Zoologin
Sarah
Senckenborg, welche in jahrzehntelanger Feldarbeit das komplexe Sozialverhalten
der herdenlebenden Wolleinhörner erforschte.
Dekan der Kreisheimer Universität ist derzeit Erasmus Dumbeldan, zugleich auch Senator und Vorsitzer der Gesellschaft für Arkane Wissenschaften.
Die Universität unterhält momentan 12 Fachbereiche, 33 Institute und knapp hundert Lehrer.
Der Schwerpunkt liegt eindeutig im arkan-naturwissenschaftlich-technischen
Bereich. Geisteswissenschaften sind zwar auch vertreten, werden aber an der
Universität von Carinthar besser repräsentiert.
Fachbereiche:
1. FB Magie und Hermetik
2. FB Elementarlehren: Chemie, Alchimie, Physik, Mathematik
3. FB Naturkunde: Botanik, Zoologie
4. FB Landschaftskunde: Geographie, Geologie, Geomantie
5. FB Sternenkunde: Astronomie und Astrologie
6. FB Meereskunde
7. FB Heilkunde
9. FB Theologie und Philosophie
10. FB Kulturwissenschaften: Völkerkunde, Geschichte, Archäologie
11. FB Sprachwissenschaften
12. FB Handelskunde
Nogwarts: Institut für Angewandte Magie.
Hier in der Außenstelle können die Wissenschaftler experimentieren und die Magiestudenten üben, was sie an der Uni gelernt haben. Das Experimentierfeld für Schüler und Lehrer wurde deshalb ein paar Kilometer außerhalb der Stadt verlegt, damit, wenn etwas schief geht, nicht gleich die halbe Stadt in Schutt Asche liegt. Dergleichen ist aber die letzten 400 Jahre auch in Nogwarts nicht mehr passiert, das seitdem auf eine gute und ehrenvolle Tradition zurückblicken darf. Leiterin von Nogwarts ist Direktorin Ginevra Magellan.